Mittwoch, 8. September 2010

Damenwahl

Ich habe heute einen schönen Spruch von Joseph Joubert in meinem Kalender gelesen:

"Zur Gattin soll man nur die Frau wählen, die man, wäre sie ein Mann, zum Freund wählen würde."

Würde man den Satz umdrehen, käme etwas Komisches dabei heraus. Einen Mann, der, wäre er eine Frau, eine gute Freundin für mich wäre, würde ich vermutlich nicht wählen... Aber das Grundprinzip dürfte dasselbe sein. Nachzusehen in dem wundervollen Film Full Metal Village.

Sonntag, 5. September 2010

Ein verschwiegenes Organ oder Bewusstseinsstrom, 5 Uhr früh

Die Hände unterm Kopf gefaltet höre ich meinem eigenen Herzen beim Schlagen zu und warte auf den mich übermannenden Schlaf. Statt zu schlafen sinne ich dem Wort übermannen nach. Allzu genau sollte ich ihm nicht hinterherrennen, dem Wort, das weiß ich, sonst ist an Schlaf noch weniger zu denken. Allzu genau sollte man eigentlich überhaupt nicht immer hinspüren, hindenken, denke ich noch und fühle mich ganz müde. Immer noch lausche ich meinem Herzen und wünsche mir, man könnte ihm tatsächlich zuhören, es befragen und eine Antwort in Worten und nicht nur in Ahnungen erhalten. Obwohl es ein so deutliches Geräusch beim Arbeiten macht, ist es doch ein recht verschwiegenes Organ, denke ich. Von der Milz oder der Bauchspeicheldrüse hört man auch nichts, aber da erwartet man es auch nicht. Was hätte ich meiner Bauchspeicheldrüse schon zu sagen? Außer vielleicht "Geh bitte nicht kaputt. Gib den Geist nicht auf!" Nun hänge ich der Formulierung den Geist aufgeben nach und wundere mich, woher sie kommen mag. Wir verwenden sie doch eher für Dinge, aber Dinge haben keinen Geist. Keiner würde sagen "Meine Oma hat den Geist aufgegeben.", obwohl das viel eher stimmen könnte, als dass ein Toaster den Geist aufgibt. Aber das würden wir einfach nicht sagen. Stattdessen suchen wir höflichere Umschreibungen wie "Oma ist nicht mehr ganz da." Dabei hört sich das viel mehr danach an, als wäre Oma ein Ding. Man kann doch nicht nur halb existieren. Wie sieht so eine halbe Existenz aus? Als wäre Oma, am Maßstab der Menschheit gemessen, kaputt. Was macht es also aus, ein Mensch zu sein? Einen klaren Geist zu haben? Gefühle zu haben? Gefühle hat Oma sicher, denn sie weint oft und erzählt viel von früher. Sind die komischen Hirnforscher also doch parteiisch und eher am Denken interessiert als an dem, was wir früher mal Seele genannt haben und heute abgespeckt nur noch Emotionen nennen? Ich nenne es immer noch Seele. Auch wenn ich schief angeguckt werde dafür. Ich verdichte die Welt, ich darf noch Seele sagen, das ist ein geschützter Begriff! Ich höre dem gleichmäßigen Geräusch meines Stiftes zu, das er auf dem Papier macht. Es klingt ein bisschen wie Meeresrauschen. Gleichmäßig und gekräuselt wie ein ruhiges Meer sieht auch meine Schrift aus. Der Hals tut mir ein bisschen weh und ich weiß nicht mal, bei wem ich mich angesteckt habe. Eigentlich blödsinnig überhaupt danach zu fragen. Was spielt das für eine Rolle? Wollte ich mich darüber beschweren, angesteckt worden zu sein, ich könnte es bei jedem, der hustet, tun. Aber wofür? Um ein schlechtes Gewissen zu provozieren. Davon hat aber auch keiner was. Wie merkwürdig Menschen ticken, dass sie gerne anderen Menschen ein schlechtes Gewissen machen. Was für ein wichtiges Gefühl dieses "schlechte Gewissen" ist und doch ist es in der Aufzählung der Basisemotionen nicht enthalten und nie habe ich im Philosophiestudium jemanden davon reden hören. "Hätteste besser Psycho studiert!" ruft mir eine Stimme aus dem Off zu. Aber ich dachte, Philosophen untersuchten die Struktur der Welt. Gehört nicht ein Gefühl wie das schlechte Gewissen ebenso zur Welt wie das heiß umkämpfte Gefühl der Freiheit? Andererseits hat sicher irgendwann einmal irgendein amerikanischer Philosoph irgendeinen kleinen Aufsatz über das schlechte Gewissen geschrieben. Ich weiß nur nichts davon. Überhaupt weiß ich noch immer zu wenig, fast nichts. Könnte ja meine Magisterarbeit darüber schreiben, über das schlechte Gewissen! Darüber muss ich jetzt lachen. Der übermannende Schlaf ist ziemlich weit weg. Ich hole mir was zu trinken. Das kalte Wasser kühlt die kratzende Kehle. Ich lege mich ins Bett, stütze den Kopf in die Hand und höre wieder mein Herz. Ein verschwiegenes Organ eigentlich, denke ich und merke, dass ich am Ende angekommen bin.

Mittwoch, 1. September 2010

Ich bin bereit Prügel zu beziehen, damit die Wahrheit ans
Licht kommt.

Wenn ich hier jetzt schreibe, was die großartigste Zeichentrickserie aller Zeiten ist, werde ich morgen von der Nerd-Patrouille verprügelt, weil die Meinungen darüber zu stark auseinandergehen. Natürlich wäre das, was ich schriebe, keine bloße Meinung sondern pure Wahrheit, aber egal... Auf eine Person können sich eigentlich alle Nerds einigen und um diese Person soll es heute gehen. Ich finde, das Portrait eines Stimmkünstlers könnte an keiner Stelle besser aufgehoben sein, als in einem Popkultur-Musik-Sprach-Blog! Ich meine, warum gibt es so erbitterte Streitgespräche darüber, ob man Southpark, The Simpsons oder auch SpongeBob auf Englisch oder auf Deutsch gucken sollte? Ich bin da eher von der Hardcore-Englisch-Fraktion, das liegt vor allem an einem Mann: Billy West. Er spricht seine Figuren nicht, er lebt sie. Sein Lieblingscharakter ist mein Lieblingscharakter. Er ist 58 Jahre, trägt Klamotten, die die Beastie Boys früher getragen haben und sieht damit trotzdem nicht peinlich aus. Im folgenden Video beantwortet Billy West übrigens selbst, welches die beste Trickfilmserie aller Zeiten ist, mit quantitativen Mitteln, zählt mal mit!


Hail this guy, man!

Ich glaube, dass Billy West einen der coolsten Berufe des Planeten hat. Warum wollen immer alle Schauspieler werden, oder Musiker? Nur wegen der Groupies? Come on! Voice Artist, klingt doch super und sieht auf jeder Visitenkarte seriöser aus als "Lebenskünstler" oder "douchebag". Ich kann Euch also nur ermuntern, mit Eurer Stimme zu experimentieren und das kreative Potential auszuloten. Ich werde weiterhin meine Helge-Schneider-Imitations-Fähigkeiten ausbauen. Who do you sound like?

Sonntag, 29. August 2010

I got a thing for you: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 23)

Für diejenigen, die immer sofort über solche Gefühlsregungen in Kenntnis gesetzt werden, ist das heute ein langweiliger Post. Für den empfehlenden angehenden Mediziner auch (Komm mich mal besuchen!). Aber ich möchte den noch in Unkenntnis verharrenden Bloglesern diese tolle Band nicht weiter vorenthalten. Die Rede ist von Metronomy und weil die nicht nur electrönisch-schöne Musik machen, sondern auch phantastische Videos produzieren, gibt es von denen heute mal ausnahmsweise zwei:

Metronomy - Radio Ladio

Es sieht im Übrigen so aus, als würden die Herren und die Dame derzeit ihr drittes Album aufnehmen, nachdem das großartige Nights Out schon vor zwei Jahren erschienen ist und sie sich ansonsten fleißig remixend für andere Indie-Bands von der Insel betätigt haben. Happy happy, joy joy!!

Metronomy - A Thing For You

p.s.: Wenn ich in meinem Leben noch ein einziges Mal den Satz höre: "Paula, das wird dich jetzt nicht interessieren, du interessierst dich ja nicht so für elektronische Musik...", werde ich einen veritablen Wuttanz aufführen. Erstens komme ich bekanntermaßen aus Berlin - da kann man sich gar nicht nicht für elektronische Musik interessieren! Zweitens interessiert mich prinzipiell jede Art von Musik, solange sie nicht langweilig ist. Drittens AHHHHHHHH!

Samstag, 28. August 2010

Nachdenken über Freiheit

back by popular demand: Befindlichkeitsbloggen!

Schwindel ist ein merkwürdiges Gefühl – als würde die eigene Existenz porös. Der Kopf leert sich, die Sinne streiken, die Beine geben nach, alles fühlt sich nach freiem Fall an. Obwohl 'frei' in der Regel nach etwas Positivem klingt, lässt sich am 'frei' im freien Fall nichts dergleichen finden. Es ist das negative Freisein von etwas (hier von der Schwerkraft und vielleicht auch vom Bewusstsein) – wie es auch ein Stein haben kann. Menschlich frei zu tun, was einem beliebt, ist man im Schwindel nicht. Eher noch empfindet man Furcht und wünscht sich einen doppelten Boden, der den freien Fall bremst. Freedom is just another word for 'Nothing left to loose' singt die wundervolle Janis und meint diese zufällige Freiheit. Furcht kann völlig lähmen und der Schwindel macht, trotz des freien Falls, also unfrei. Wie aber ist Freiheit, diese grundgute, urmenschliche, alles überdauernde Idee beschaffen, nach der jeder zu streben vorgibt, die kaum einer erreicht?!


Zwei Überwachungskameras an der Freiheitsstatue
Kurt Tucholsky wusste schon, dass Freiheit mit Sicherheit stirbt. Ein wirklich freier Mensch ist frei von Angst und frei zu handeln oder wenigstens frei im Willen. Zu behaupten, Willensfreiheit gebe es gar nicht, ist gerade der letzte Schrei unter Wissenschaftlern verschiedener Sparten, auch wenn ich die Herren, die sich als sich selbst konstruierende Gehirne betrachten, weder als Wissenschaftler noch als Personen ernst nehmen kann. Schwindelnde Schwindelauslöser, die die Bevölkerung verschrecken! Merkwürdige Konsequenzen für unser Menschen- und Weltbild hätten ihre Ansichten, wenn sie haltbar wären... Aber über Konsequenzen wollen radikale Konstruktivisten meistens nicht nachdenken, sie stoßen nur Drohungen aus.  Zum Glück sind Drohungen für wirklich freie Menschen wirkungslos. Schwindelig wird nur dem, der Angst hat und Angst hat, wer sicher Althergebrachtes eigenem Überlegen vorzieht. Gründliches Nachdenken kann uns trösten: Philosophie – die billigste Wissenschaft der Welt! Wer jetzt einwendet, das sei aber die Mathematik, weil ein Mathematiker nur einen Stift, Papier und einen Papierkorb brauche, hat unrecht. Philosophen brauchen nicht einmal den Papierkorb...

Genug Kalauer für heute. Das Nachdenken über Freiheit und der Kampf gegen die These, Bewusstsein sei nur ein Epiphänomen unseres Gehirns, hat begonnen. Ich weiß noch nicht, was ich unterwegs finden werde: Gott, eine Seele, wahre Freiheit, neue Musik, die Liebe... Aber ich mache mich jetzt auf den Weg.

Donnerstag, 26. August 2010

Es müsste immer Musik da sein.

Mitten in der Woche ein Zitat von Floyd in Absolute Giganten:
"Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig scheisse ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment."

Sonntag, 22. August 2010

Fleeting Feeling: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 22)


Falling in love is a fleeting feeling. Sometimes it flies in the moment of its discovery. Heute habe ich The Camel of the Sea entdeckt. Reese Hagys traurig-rauchige Stimme, der leicht hinterher hinkende Rhythmus (der an das grandiose Album "Sleep with Angels" erinnert) und die schmucklos ewigkeitstaugliche Rock-Instrumentierung haben es mir angetan, aber im gleichen Moment musste ich erfahren, dass die Band aus Minnesota sich längst aufgelöst hat. So war es mir schon bei The Amoks und Isolation Years
ergangen. Bandsterben ist mindestens so tragisch wie Waldsterben und Sprachsterben. Tragisch wie die Liebe selbst. Am besten hält man sich zurück und rennt weg, wenn es gefährlich wird. Alles andere führt nur zu Kullertränen und Freiheitsverlust.
Freiheit – die heilige Kuh der Generation Möglichkeit...

The Camel of the Sea - Hawaii Hearts Japan
(Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität, besser zu hören ist die junge Liebe auf dieser Seite)

Tröstlicherweise gibt es Comebacks und neue Konstellationen. Manchmal kann dann etwas so Cooles wie die Babyshambles dabei herauskommen. Manchmal  trifft auch der alte Spruch aufgewärmter Kaffee schmeckt nicht zu. Das gilt für alles, was Pink Floyd und Deep Purple ab 1975 gemacht haben. Manchmal muss man sich verabschieden, bevor es begonnen hat und bedauert das noch ziemlich lange. Ich werde nie verwinden, am Besuch des Amoks-Konzerts im Dresdner Mondpalast gehindert worden zu sein. Manchmal muss man sich in Geduld üben, die rechte Zeit abwarten und darauf vertrauen, dass man sich immer zweimal im Leben trifft. Vielleicht wird das noch was mit Reese Hagys neuem Projekt... Bis sich das passende Manchmal gefunden hat, werde ich mich weiter in ausgestorbene Bands verlieben!

Sonntag, 15. August 2010

Eine Prise Wahnsinn: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 21)

Ist hier auch ein Verriss erlaubt? Der Mauerpark war am Sonntag wieder mal Bühne für Straßenmusik. Straßenmusik – dreckig, rauhbeinig, ehrlich, verschwitzt. So stellt man es sich vor und so ist auch das Rupert's Kitchen Orchestra. Altsaxophon, E-Bass, Schlagzeug, Gitarre und Sonnenbrillen. "Berliner Funk, hört man nicht allzu oft und will ich nicht nur einmal hören." dachte ich mir und erwarb bei den nassgeschwitzen und laut beklatschten Musikern ihre Debütplatte. Leider stellte sich bei Hören im Auto mit Marnika heraus, dass die Band dringend einen Texter benötigen würde. Hier zwei Beispiele, die das belegen:
"Leute, was geht ab? Wir gehen ab die ganze Nacht, wer hätte das gedacht?!"
"Oh, mein Baby is' so wie's mir gefällt. Sie hat Kurven, dass das keiner aushält. So scharf wie Chili und so heiß wie die Glut."
Eine Textzeile nimmt sich in all dem fast amüsant aus, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob sie freiwillig oder unfreiwillig komisch ist:
"Mr. Funky, er zeigt Euch wie man tanzt. Mr. Funky hat einen Riesenspaß."
Leider werden die Texte auch durch das gelegentliche Übersetzen ins Englische nicht besser. Swahili hätte vielleicht geklappt. Aber auch wenn die Stelle des Texters noch nicht anständig besetzt ist, sind die Musiker Könner, Liebhaber des Funk und im Besitz von jeder Menge Soul! Rupert's Kitchen Orchestra gibt eine wahnwitzige Live-Band ab, die sich anzusehen in jedem Fall lohnt. Sie scheinen bevorzugt in Neukölln zu spielen. Das folgende Video gibt einen guten Einblick davon und ist gleichzeitig (auch textlich) mein Lieblingsstück:

Rupert's Kitchen Orchestra - The Say

Live zu erleben:

19.08. - Berlin, Insel der Jugend (Treptow): Discojam Opener
01.09. - Berlin, Quasimodo (Charlottenburg): Summerparty 2010
02.09. - Berlin, Helene-Weigel-Platz (Marzahn): "Wilde Helene" Stadtteilfest
03.09. - 05.09 Hamburg, Buskers Festival/Altonale
10.09. - Berlin, Circus Lemke (Neukölln)
11.09. - Rixdorf: Rixdorfer Strohballenrollen
17.09. - 19.09. - Landshut: Stadtspektakel
24.09. - Berlin, Quasimodo (Charlottenburg)
02.10. - Berlin, Lange Nacht (Neukölln)
20.11. - Berlin, Yorckschlösschen (Kreuzberg)

Sonntag, 8. August 2010

We don't exist: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 20)

Sonntag und die 20. Folge der Musikserie. Das erste Mixtape ist also voll... Darum gibt es als krönenden Abschluss den lang angekündigten Geheimtipp. Wer mich kennt, kennt sie schon: die geliebten Meat Puppets. Leider irgendwann in bedeutungslosen College Rock abgedriftet, aber in den Achtzigern ganz groß! Beheimatet zwischen Punk und Hard Rock und leider viel zu unbekannt: We don't exist. Das muss sich ändern. Ich empfehle Interessenten wärmestens die Alben "Meat Puppets II" (1983), "Up on the sun" (1985) und "Huevos" (1987). Einigen wird die Band vielleicht doch ein Begriff sein, weil sie auf dem Nirvana-Unplugged-Album zusammen mit Kurt Cobain ihre Songs "Plateau" und "Lake of Fire" performed haben. Die beliebteste Platte von Nirvana und nur etwas über die Hälfte der Songs sind von den Grunge-Jammerlappen persönlich. Da kann man nur sagen:
"Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk."

Meat Puppets - We don't exist

Montag, 2. August 2010

Sommer im Wald: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 19)

http://auerworld-festival.de/
Der Sommer spielt sich außerhalb des Internets ab. Die Festivaljahreszeit lockt in die Natur und es lohnt sich, den kleinen Dreckspatz aus sich raus zu lassen, im Zelt nicht zu schlafen und unter freiem Himmel bei Live-Musik zu duschen. In Orte kann man sich ohnehin viel unmittelbarer verlieben als Menschen. Ein solch liebenswerter Ort ist das Auerworld-Festival in Thüringen. Der 12 Jahre alte Weidenrutenpalast ist eine wundervolle Kulisse für Musik und Herz. Vielleicht sind meine Fotos was geworden, dann werde ich sie hier nachreichen. Meiner Musik-Abstinenz der vergangenen beiden Sonntage wird durch den neuen Input an dieser Stelle ein Ende gemacht. Zunächst will ich Euch Vorsicht Stufe ans Herz legen. Eine umwerfende Live-Band aus Mitteldeutschland mit zwei Trompeten, einem Saxonphon, zwei Gitarren, Schlagzeug, Bass und zwei bis vielen Vokalisten. Ich finde ihre Selbstbeschreibung bei MySpace sehr treffend und mag vor allem den letzten Satz bzw. das Zitat: 
"Verlier den Weg nicht, denn das zählt nicht –                                         lass dein Ziel nicht aus den Augen und jetzt beweg dich."
 Dazu passt auch der folgende Song:
Vorsicht Stufe feat. Malik - Klimperkasten

Des weiteren hat mich die Auftaktband des Festivals sehr angesprochen.  
A Forest spielen elektronischen Chamber Pop und erinnern mich an meine musikalische große Liebe des Vormonats: The xx. Weil ich damit der Indie-Welt aber hinterhergehinkt wäre (immerhin wurde ich schon Mitte März auf sie ausmerksam gemacht), wollte ich sie lieber nicht mehr im Blögli posten. Dafür jetzt ein Video mit drei Bäumen.

A Forest - One Two

Im Sommer hat die Freiheit Saison. Natur, Sonnenlicht von früh bis spät, frische Luft und Liebe, Musik im ganzen Körper, Dachfirstgespräche. Das Leben – eine Hängematte. Ihr müsst Euch nur reinlegen.