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Sonntag, 3. Oktober 2010

Tief unter der Elbe: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 27)

Avantgarde zum Tag der Deutschen Einheit. Ich bin im Urlaub, gut aufgehoben und chas-mäßig gut versorgt. Darum fasse ich mich heute kurz. Marco wird ihn schon vom Reeperbahnfest kennen. Ich habe ihn kennen gelernt, weil ich in anderen Gewässern gefischt habe (Diese Metapher hat mir neulich eine Freundin ins Ohr gesetzt und seitdem werde ich sie nicht mehr los…).

Spontan entzückt von Video und Musik – ich präsentiere Neo-Punk aus Berlin: Hans Unstern. Die Info zur Platte kratz dich raus, die der Ja-Paniker Andreas Spechtl verfasst hat, hilft wenig weiter und gehört genau zu der Befindlichkeitsecke im Musikjournalismus, in der ich nicht landen will. Sagt mir Bescheid, wenn's mir doch unterläuft. Bis dahin ergehe ich mich in Andeutungen.

Hans Unstern – Paris

Wann lerne ich dass ich Nacht nicht ohne Mond malen kann?
Punkt Punkt Komma Strich fertig






Voilà, Konzerttermine:
24.09. Köln | 25.09. Hamburg | 26.09. Potsdam | 02.10. Hannover | 05.10. Frankfurt | 06.10. München | 07.10. Zürich | 08.10. Luzern | 09.10. Leipzig | 10.10. Stuttgart | 29.10., 05. & 07.11. New York City | 21.11. Berlin
 Berlin, wer ist mit am Start?

Sonntag, 15. August 2010

Eine Prise Wahnsinn: Per Anhalter durchs Netz (Serie, Teil 21)

Ist hier auch ein Verriss erlaubt? Der Mauerpark war am Sonntag wieder mal Bühne für Straßenmusik. Straßenmusik – dreckig, rauhbeinig, ehrlich, verschwitzt. So stellt man es sich vor und so ist auch das Rupert's Kitchen Orchestra. Altsaxophon, E-Bass, Schlagzeug, Gitarre und Sonnenbrillen. "Berliner Funk, hört man nicht allzu oft und will ich nicht nur einmal hören." dachte ich mir und erwarb bei den nassgeschwitzen und laut beklatschten Musikern ihre Debütplatte. Leider stellte sich bei Hören im Auto mit Marnika heraus, dass die Band dringend einen Texter benötigen würde. Hier zwei Beispiele, die das belegen:
"Leute, was geht ab? Wir gehen ab die ganze Nacht, wer hätte das gedacht?!"
"Oh, mein Baby is' so wie's mir gefällt. Sie hat Kurven, dass das keiner aushält. So scharf wie Chili und so heiß wie die Glut."
Eine Textzeile nimmt sich in all dem fast amüsant aus, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob sie freiwillig oder unfreiwillig komisch ist:
"Mr. Funky, er zeigt Euch wie man tanzt. Mr. Funky hat einen Riesenspaß."
Leider werden die Texte auch durch das gelegentliche Übersetzen ins Englische nicht besser. Swahili hätte vielleicht geklappt. Aber auch wenn die Stelle des Texters noch nicht anständig besetzt ist, sind die Musiker Könner, Liebhaber des Funk und im Besitz von jeder Menge Soul! Rupert's Kitchen Orchestra gibt eine wahnwitzige Live-Band ab, die sich anzusehen in jedem Fall lohnt. Sie scheinen bevorzugt in Neukölln zu spielen. Das folgende Video gibt einen guten Einblick davon und ist gleichzeitig (auch textlich) mein Lieblingsstück:

Rupert's Kitchen Orchestra - The Say

Live zu erleben:

19.08. - Berlin, Insel der Jugend (Treptow): Discojam Opener
01.09. - Berlin, Quasimodo (Charlottenburg): Summerparty 2010
02.09. - Berlin, Helene-Weigel-Platz (Marzahn): "Wilde Helene" Stadtteilfest
03.09. - 05.09 Hamburg, Buskers Festival/Altonale
10.09. - Berlin, Circus Lemke (Neukölln)
11.09. - Rixdorf: Rixdorfer Strohballenrollen
17.09. - 19.09. - Landshut: Stadtspektakel
24.09. - Berlin, Quasimodo (Charlottenburg)
02.10. - Berlin, Lange Nacht (Neukölln)
20.11. - Berlin, Yorckschlösschen (Kreuzberg)